Die perfekte Hundepension finden – Tipps, Kosten und Vorbereitung

13. Januar 2026 Von chrissi Aus
Die perfekte Hundepension finden

Ob beruflich oder privat – viele Menschen sind zunehmend auf Reisen. Geschäftsreisen, Pendeln zum Arbeitsplatz oder Urlaub. Gestaltet sich eine Reise länger, überlegen Hundebesitzer nicht selten, ihren Hund in einer Hundepension sicher unterzubringen. Die Hundepension ist die passende Stelle, um Hunde während kurzen oder längeren Abwesenheitszeiten zu betreuen. Die Hundebetreuer arbeiten professionell. Im Vergleich zu improvisierten Lösungen, wie durch Nachbarn oder Verwandte, können fachgerechte Pflege, soziale Kontakte und ein strukturierter Tagesablauf in der Hundepension unterbrechungslos und sicher in Anspruch genommen werden.

Hundepensionen rücken besonders in den Fokus von Berufstätigen, Vielreisenden und Hundebesitzer ohne familiäre Betreuung.

Grundlagen der Hundepension

Was sind die typischen Leistungen einer Hundepension?

Unterkunft: Die sichere und betreute Unterkunft in Einzelboxen, Gruppenräumen und Außengehege gehört zu den Kernleistungen einer Hundepension.

Fütterung: Die Verpflegung der Hunde mit Standardfutter oder eigenes Futter gehört zum Service in einer Hundepension oder Hundetagesstätte.

Betreuung: Während des Aufenthaltes gehen die Betreuer mit den Hunden spazieren, Gassi und spielen mit den Tieren. Eine medizinische Versorgung rundet das Fürsorgepakte für die Fellnasen in der Hundepension ab.

Der Unterschied zwischen Hundepension und Hundehotel

Kriterium Hundepension Hundehotel
Zielgruppe Hundebesitzer, die eine sichere Betreuung während Abwesenheit suchen Hundebesitzer, die Luxus und Komfort für ihren Hund wünschen
Unterkunft Funktionale Räume oder Boxen, oft Gruppenhaltung Einzelzimmer oder Suiten, teilweise mit Fernseher, Klimaanlage, Luxusbetten
Betreuung Grundversorgung: Fütterung, Spaziergänge, Spielzeiten Individuelle Betreuung, Wellness-Angebote, Massage, Fellpflege
Ausstattung Standard: Auslauf, Spielbereich Premium: beheizte Räume, Pool, Fitnessbereich
Zusatzleistungen Basisleistungen, ggf. Medikamentengabe Wellness, Training, Fotoshootings, Gourmet-Futter
Preisniveau Günstiger (ca. 20–60 € pro Tag) Hochpreisig (oft 80 € bis mehrere Hundert € pro Tag)
Atmosphäre Praktisch, auf Sicherheit und Sozialisation ausgelegt Exklusiv, auf Komfort und Luxus ausgerichtet
Ziel Sichere und artgerechte Betreuung Verwöhnprogramm und Premium-Erlebnis für den Hund
siehe auch:  Wann ist die schwierigste Zeit mit Hund? Erfahren Sie mehr

Der Unterschied zwischen Tagesbetreuung und Langzeitunterbringung

Kriterium Tagesbetreuung Langzeitunterbringung
Dauer Stundenweise oder ganzer Tag Mehrere Tage bis Wochen
Zielgruppe Berufstätige, die tagsüber Betreuung benötigen Besitzer, die verreisen oder längere Abwesenheit haben
Unterkunft Meist Gruppenräume oder Spielbereiche, kein Übernachten Schlafplätze, oft Einzelboxen oder Zimmer
Betreuung Fütterung (bei Ganztags), Spaziergänge, Spiel Vollversorgung: Fütterung, Pflege, medizinische Betreuung
Sozialisation Hohe Interaktion mit anderen Hunden Sozialisation möglich, aber auch Ruhephasen
Kosten Günstiger (ca. 15–35 € pro Tag) Höher (30–60 € pro Tag, je nach Ausstattung)
Vorteile Ideal für Hunde mit Trennungsangst, kurze Eingewöhnung Entlastung bei längeren Reisen, Rundumversorgung
Nachteile Keine Übernachtung, begrenzte Betreuung bei Krankheit Höhere Kosten, längere Eingewöhnung

Gesetzliche Anforderungen

Verschiedene gesetzliche Anforderungen spielen beim Betrieb einer Hundepension eine Rolle. Dazu gehört unter anderem das Tierschutzgesetz und die Einhaltung von Hygienevorschriften. Der Betreiber muss einen Sachkundenachweis besitzen.

Fakt: ca. 70 % der Hundebesitzer nutzen mindestens einmal im Jahr eine Hundepension

 

Sachkundenachweis für Hundepensionsbetreiber

Was ist der Sachkundenachweis?

Der Sachkundenachweis bestätigt offiziell, dass der Betreiber einer Hundepension über ausreichende Kenntnisse über Haltung, Pflege und Verhalten von Hunden verfügt. Die gesetzliche Grundlage bietet § 11 des Tierschutzgesetz (beziehend auf Deutschland).

Wer braucht ihn?

Alle gewerblichen Hundebetreuer und Stätten, die Hunde unterbringen, also: Hundepension, Hundehotel, Hundetagesstätte.

Inhalte des Nachweises
Kenntnisse zu
Tierschutzrechtlichen Vorschriften
Ernährung, Pflege und Gesundheit
Verhalten und Sozialisation von Hunden
Erste Hilfe bei Tieren

Wie wird er erworben?

Der gewerbliche Hundebetreuer muss eine Prüfung bei der zuständigen Behörde (dem Veterinäramt) ablegen. Die Prüfung umfasst sowohl schriftliche als auch mündliche Test und praktische Nachweise.

Warum ist er wichtig?

Der Sachkundenachweise ist die rechtliche Voraussetzung zum Betreiben einer Hundepension. Damit werden Sicherheit und Wohlbefinden für die Tiere sichergestellt. Zum anderen ist der Sachkundenachweis für Kunden natürlich ein Signal, das Vertrauen fördert.

siehe auch:  Was ist Goldakupunktur für Ihren Hund und wie hilft es?

Auswahl der richtigen Hundepension

Wichtige Kriterien:
Lage: Nähe zum Wohnort oder Reiseziel
Personal: Erfahrung, Tierpfleger-Ausbildung
Ausstattung: Größe der Räume, Auslaufmöglichkeiten
Sicherheitsmaßnahmen: Zäune, Videoüberwachung

 

Bevor der Hundebesitzer sein vierbeinigen Liebling in die Hundepension gibt, kann er durch bestimmte Fragen feststellen, ob diese Unterbringung für ihn uns seinem Hund stimmig ist.

  • Wie viele Hunde werden gleichzeitig betreut?
  • Gibt es Notfallpläne bei Krankheit?

Auch ein Probetag kann vereinbart werden, um den Stresslevel des Hundes zu testen und ihn bei der Interaktion mit anderen Hunden zu beobachten.

Zeitstrahl für Vorbereitung
4 Wochen vorher: Buchung
1 Woche vorher: Gesundheitscheck und Impfungen prüfen
1 Tag vorher: Tasche packen (Futter, Spielzeug, Medikamente)

Die richtige Lage für Ihre Hundepension: Wohnort, Reiseroute oder Urlaubsziel

Um den Hund bequem vor der Reise unterzubringen, könnte die Hundepension am Wohnort gewählt werden. Als Alternative käme ein Pension infrage, die entlang der Fahrtstreck zum Zielort liegt. Das wäre beispielsweise ideal, wenn eine längere Reis bevorsteht, um eine stressfreie Übergabe einzuplanen. Eine dritte Möglichkeit wäre, die Hundepension am Zielort zu buchen. Der wäre dann in der Nähe und kann bei Bedarf besucht werden. Wer in Baden-Württemberg unterwegs ist, findet beispielsweise eine passende Hundepension im Ostalbkreis, die sich perfekt für Zwischenstopps oder längere Aufenthalte eignet.

Vorbereitung des Hundes

Impfungen:

  • Pflicht: Tollwut, Parvovirose, Staupe
  • Empfehlung: Zwingerhusten

Eingewöhnung:

  • Kurze Besuche vor dem Aufenthalt
  • Geruchsträger (Decke, Spielzeug) mitgeben

Mitbringen:

  • Futterplan, Medikamente, Lieblingsspielzeug

Verhaltenstraining:

  • Grundkommandos festigen
  • Sozialverträglichkeit prüfen
Infobox: Wussten Sie schon? Hunde erkennen vertraute Gerüche bis zu 6 Monate später

Kosten und Buchung

Preisfaktoren: In den Preis spielen die Dauer des Aufenthalts, Zusatzleistungen (wie Training, Wellness) und die Saison rein. Während der Ferienzeit könnten die Preise steigen.

siehe auch:  Hundehütte selber bauen – Ein praktisches DIY-Projekt für Hundebesitzer

Durchschnittskosten: Im Durchschnitt kostet die Tagesbetreuung zwischen 20 und 40 €. Die Übernachtung zwischen 30 – 60 € pro Tag.

Buchungstipps: Frühzeitig reservieren ist von Vorteil, d. h. mindestens 4 Wochen vorher. Vor einer Buchung sollten die Stornierungsbedingungen geprüft werden.

Alltag in der Hundepension

Der Tagesablauf gestaltet sich üblicherweise beginnend mit der Morgenfütterung. Zwei bis drei Mal werden die Hunde auf Spaziergänge mitgenommen und es gibt Spielzeiten in Gruppen oder einzeln. Der Alltag endet dann mit der Abendfütterung.

Die Sozialisation in einer Hundepension hat positive Effekte auf das Verhalten, stellt jedoch ein Risiko für die Hunde dar, die sich nicht mit anderen vertragen.

Einige Hundepensionen kommunizieren den Alltag den Hundebesitzern durch Fotos oder Videos. Bei besonderen Vorkommnissen wird der Halter informiert.

Risiken und Herausforderungen

Bei all den vielen Vorteilen dürfen die Risiken und Herausforderung jedoch nicht vergessen werden. Zum einen kann es Stress für das Tier bedeuten, was sich in Hecheln, Unruhe oder Appetitlosigkeit zeigen könnte. Eine kurze Eingewöhnungszeit und vertraute Gegenstände tragen zur Stressreduktion bei.

Krankheiten, wie Zwingerhusten und Parasiten stehen im Raum – der Impfstatus ist hier von Bedeutung.

Einige Hunde zeigen Trennungsangst. Mit einem Training vorab, kann der Angst entgegengewirkt werden. Ein Probetag kann hier weiterhelfen.

Versicherungstechnische sollte die Haftpflicht für Schäden durch den Hund geklärt sein, auch die Klärung der Haftung bei Verletzungen.

Alternativen zur Hundepension

Hundesitter Persönliche Betreuung zu Hause

Weniger Stress für den Hund

Freunde und Familie Kostengünstig, aber oft unprofessionell
Mobile Hundebetreuung Flexibel, aber begrenzte Kapazität
Vergleich Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten, Sicherheit, Sozialisation

Fazit

Eine Hundepension bietet Hundebesitzern eine sichere und professionelle Lösung für Zeiten der Abwesenheit. Wer auf Qualität, Vorbereitung und die individuellen Bedürfnisse seines Hundes achtet, sorgt für einen stressfreien Aufenthalt und zufriedene Vierbeiner.

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