Studie zeigt, welche Hunderassen am längsten leben

10. August 2022 Von chrissi 0
Welche Hunderassen am längsten leben

Die typische Lebenserwartung einzelner Hunde unterscheidet sich nach der Rasse. Doch welche Hunderasse lebt am längsten und welche besitzt die kürzeste Lebenserwartung? Eine neue Studie kann diese oft gestellte Frage nun detailliert beantworten.

Es gibt eine fast endlose Liste von Hunderassen und Hybridhunden, die zum Teil erhebliche Unterschiede in der durchschnittlichen Lebenserwartung aufweisen. Aber warum werden einige Hunderasse nur wenige Jahre alt, während die Vertreter einer anderen Rasse mehr als doppelt so alt werden können?

Wissenschaftler haben zwischen den Jahren 2016 und 2020 diverse Daten von 30.563 Hunden aus insgesamt 18 Rassen und Kreuzungen erfasst und analysiert. Besonders interessant für die Wissenschaftler war die durchschnittliche Lebenserwartung der Hunde. Dafür schlüsselten sie alle Werte nach Hunderasse und Geschlecht auf und kamen dabei zu einem überraschenden Ergebnis. Demnach gilt die alte Regel „Kleine Hunde leben länger“ nicht uneingeschränkt, denn sie fanden beispielsweise heraus, dass die kleinste Hunderasse der Welt, der Chihuahua, im Durchschnitt nur etwa 7,9 Jahre alt wird.

Welche Hunderasse hat die höchste und welche die niedrigste Lebenserwartung?

Der Studie nach besitzt die Französische Bulldogge, mit nur 4,5 Jahren, die kürzeste durchschnittliche Lebenserwartung. Am ältesten wird demnach mit 12,7 Jahren der Jack Russel Terrier, dicht gefolgt von dem Border Collie mit 12,1 Jahren und dem Springer Spaniel mit 11,9 Jahren.

Den Wissenschaftlern ist bei ihrer Analyse aufgefallen, dass vor allem kurzschnauzige Hunderassen eine geringe Lebenserwartung haben. So folgen den Französischen Bulldoggen die Englischen Bulldoggen mit 7,4 Jahren, Möpse mit 7,7 Jahren und Amerikanische Bulldoggen mit 7,8 Jahren durchschnittlicher Lebenserwartung.

Hierbei handelt es sich ausnahmslos um sogenannte brachzephale Rassen, also Qualzuchten, die von Geburt an an diversen lebensbegrenzenden Erkrankungen wie Atemproblemen, Dystokie oder Wirbelsäulenerkrankungen leiden.

Die aktuelle Studie unterstützt die Thesen zu brachyzephalen Hunderassen und kann dabei helfen, die Gesundheits- und Tierschutzprobleme, welche vor allem unter Bulldoggen und Möpsen immer wieder auftreten, effektiv zu bekämpfen. Die Studienergebnisse können zudem dazu beitragen, dass neue Hundebesitzer die erwartete Lebensdauer und Lebensqualität der Hunde stärker bei der Wahl der Rasse berücksichtigen.

Werden Rüden oder Hündinnen älter?

Unterschiede in der erwarteten Lebensdauer gibt es nicht nur unter den zahlreichen Hunderassen und Hybriden, sondern auch beim Geschlecht. So liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für Rüden bei 11,1 Jahren. Hündinnen hingegen werden durchschnittlich 11,5 Jahre alt.

Eine weitere Besonderheit fanden die Wissenschaftler fest: Unabhängig vom Geschlecht, leben kastrierte Hunde länger als nicht kastrierte. Rüden 11,49 Jahre zu 10,58 Jahren und Hündinnen 11,98 Jahren zu 10,50 Jahren.

Studie schafft Sterbetafeln für Hunderassen

Bisher hat man die Lebenserwartung von Hunderassen, Hybridhunden und Mischlingen nur grob schätzen können. Dazu griff man auf allgemeine Angaben zum Todesalter zurück. Die neue Studie schafft jedoch erstmals die Möglichkeit, sogenannte Sterbetafeln zu einzelnen Hunderassen zu erstellen, ganz ähnlich wie sie auch bei Menschen verwendet werden.

Dabei wird die verbleibende Lebenserwartung und die Sterbewahrscheinlichkeit für eine Reihe von Altersgruppen in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe ausgewertet. So können Experten die verbleibende durchschnittliche Lebenserwartung recht genau abschätzen. Während die Lebenserwartung mit dem Alter erwartungsgemäß abnimmt, folgt die verbleibende Lebenserwartung keinem linearen Rückgang mit dem Alter, sodass Sterbetafeln deutlich genauere Schätzungen ermöglichen.

 

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